Geschwaffel mittem Chef: „Personalentwicklungsgespräch“

Hallo Ruhris,

ich finde bei uns auffe Arbeit spinnen unsere, ich lach mich tot, „Führungskräfte“. Gestan hatta (also meine „Führungkraft“-ich lach mich noch mehr tot)  mich ins Büro gerufen, um mit mir übba meine Zukunft zu labbern. Wat fürne Zukunft. Ich zähl schon die Tage bis zu Rente. Sonne Quasselrunde mittem Chef  nennt sich neudeutsch: „Personalentwicklungsgespräch“. Wenn ich son Geschwaffel schon höhr.

Irgendwann kam dann der schriftlich verfasste Punkt: Wie sieht die Führungskraft die Arbeitsleitung des Mitarbeiter und wie sieht der Mitarbeiter seine eigene Arbeitsleistung

Da sacht der Doofmann tatzächlich:   Herr Saberg. Sie haben soviel Potential. Ich würde mir wünschen, wenn Sie sich noch mehr engagieren würden. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr viel von Ihnen lernen könnten. “

Hmm dacht ich: Wat willa von mir? Mich verarschen? Wiese bringta jetzt die andarn Mitarbeitas ins Spiel? Abba auf Diskussionen hattich kein Bock.

Herr Kotzlowski (heißt eigentlich andas). sachte ich: „ Das haben Sie sehr nett formuliert“

Er widda: „Wie sehen Sie denn genau Ihre Arbeitsleistung?“

Jetz wirtet ernst, dacht ich. Ich überlächte kurz. Denn einz is klar. Ich weiß schon, dat ich immer so Maloche, dat keina wat inne Hand hat gegen mich hat. Aber wie formulieren, dat dat nich so plump rübba kommt.

Ich sachte: „Herr Kotzlowski … Ich sehe mich so: Meine Arbeitsleistung ist insofern ausreichend, als dass sich kein Anlass ergiebt, gegen mich arbeitsrechtlich vorzugehen“

Is mir so rausgerutscht. In dem Moment wusstich gar nich, ob dat überhaupt der hochgelobten deutschen Grammatik entspricht. Die hohgelobte „Führungskraft“, ich lach mich tot, wußte dat abba sicha auch nich. Gespannt wartete ich auf seine Reaktion.

Er sachte ersmal nix , alssa dann brummich sachte:  „Ok. Ich schreibe in das Protokoll: Herr Saberg ist sehr zufrieden mit seinem jetzigen Arbeitsplatz und strebt zur Zeit keine anderen Aufgaben im Unternehmen an.“

Jau dat is ok! Hmm abba irgendwie schiena etwas beleidicht gewesen zu sein. Wat hätt ich andas sagen sollen? Vielleicht nich ganz so dick. Ehr: „Meine Arbeitsleistungen sind immer so ausreichend, dass arbeitsrechtliche Maßnahmen nicht zu erwarten sind“ Hmm au nich? Ach manno, ich hät sagen sollen: „Ich bin mit meinen Arbeitsleistungen sehr zufrieden“
Wer weiß. Vielleicht hätta mir ja irgendwann seinen Job angeboten. Er is ja viel ehr in Rente, als ich! Kacke!

Tüsskes

Eure Tosseck (Die Sabbelstrippe)

Die neusten Sabbelleien

Kommentar hinterlassen

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*